Das UNESCO – Welterbe - Komitee hat am 2. Dezember 1998 in Kyoto / Japan die Semmeringbahn als weltweit erste Bahnstrecke zum Weltkulturerbe erklärt. Nominiert wurde die Ghega Bahn bereits im Jahr 1995 mit der Begründung, dass die Semmeringbahn "eine herausragende technische Lösung eines großen physikalischen Problems in der Konstruktion früher Eisenbahnen repräsentiere". Weiters seien mit der Errichtung der Bahn "Gebiete von großer Naturschönheit viel leichter erreichbar und in weiterer Folge für Wohn- und Erholungszwecke entwickelt" worden, wobei "eine neue Form der Kulturlandschaft" entstanden sei.



Die Historie der Semmeringbahn




Bereits 1841 hatte der damalige Staatsminister Karl Friedrich Kübeck den Auftrag zur Errichtung einer Bahnlinie nach Triest erteilt. 1842 existierten schon je eine Bahnlinie von Wien nach Gloggnitz sowie von Mürzzuschlag nach Bruck/Mur. Über den Semmering verkehrten aber nur Pferdewagen. Es wurde daher von den Staatsbahnen dem aus Venedig stammenden Bauingenieur Carlo di Ghega die Projektierung der Semmeringbahn übertragen, die von 1843 bis 1847 erfolgte. Unter seiner Leitung wurde die Bahn über den 895 m Seehöhe gelegenen, höchsten auf Schienen erreichbaren Punkt der Welt von 1848 bis 1854 in nur sechs Jahren gebaut.



1844 (31. Jänner)
Carl Chega legt erste Pläne zum Bau der Semmeringbahn vor.
 
1848 (27. Juni)
Wegen Revolutionswirren in Wien genehmigt Minister A. Baumgartner die Baupläne der Semmeringbahn im verkürzten Verfahren und ordnet den sofortigen Baubeginn an. Die Bauleitung wird Carl Ghega übertragen.
 
1848 (08. August)
Beginn der Bauarbeiten auf der steirischen Seite des Semmerings zwischen Mürzzuschlag und Spital.
 
1849 (01. März)
Genehmigung des Baues der Semmeringbahn durch Kaiser Franz Joseph I.
 
1853 (12. Oktober)
Das letzte Gleisstück für den vorläufig eingleisigen Betrieb der Semmeringbahn wird auf dem Viadukt über die Kalte Rinne verlegt.