Festspielausstellung 2014 vom 15. Juni bis Ende August

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Erik Srodik "60"

Leben für die Farbe

Das Leben von Erik Srodik wird seit vier Jahrzehnten durch sein künstlerisches Schaffen geprägt und bestimmt. Gerne schwärmt er davon, dass er im Jahr 2000 Reichenau zu seinem Lebensmittelpunkt gewählt hat und es zu einer Heimat wurde, mit der er sich ebenso verbunden fühlt wie mit den dort Lebenden.

Sein Atelier ist längst weit über alle Grenzen als Begegnungsort von Kunstliebhabern und Sammlern bekannt.

Zum Thema seiner Ausstellung hat Srodik sein Lebensmotto gewählt: "Leben für die Farbe". Der auch als Kurator tätige Künstler feiert seinen 60. Geburtstag auf besondere Art : es ist ihm gelungen, eine hochkarätige Ausstellung der Sammlung „Infeld“ - Peter Infeld Privatstiftung - in das Kulturschloss Reichenau zu holen.

Hofr. Dr. Michael Fohn

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Sammlung "Infeld"

Französische, italienische und spanische Meister

Peter Infeld (1942 - 2009) und seine Mutter Margaretha Infeld (1904 - 1994) begannen Mitte der 1960er Jahre Kunst zu sammeln. Die Werke wurden später in die "Peter Infeld Privatstiftung" eingebracht.

Als Schwerpunkte der Sammlung "Infeld" gelten die "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", naive Kunst aus Kroatien, Pop Art, buddhistische Meditationsbilder aus Tibet (sog. "Thankas") und Art Brut. Um die Werke einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ließ der Kunstmäzen Peter Infeld in Halbturn im Burgenland und im idyllischen Ort Dobrinj auf der Kroatischen Insel Krk repräsentative Kulturzentren errichten.

Die im Schloss Reichenau ausgestellten Werke aus der Sammlung "Infeld" bieten eine Kunstreise in die mediterranen Länder Italien, Frankreich und Spanien, die in der europäischen Kunstgeschichte richtungsweisend sind. Viele der Originale und druckgraphischen Arbeiten von Joan Miró, Marc Chagall, Pablo Picasso, Salvador Dalí, Georges Braque, Maurice Utrillo, André Masson und anderen bedeutenden Künstlern waren bisher nur einmal öffentlich zu sehen.

Ausstellung der NÖART vom 10. Juli bis 3. August

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Mitten Drin

Fotographie von Künstlerinnen und Künstlern, die "Mitten im Leben" stehen

Wenn die Euphorie nach dem Studium vorbei ist und der Alltag beginnt, wenn die Kunstförderungen und -stipendien nach und nach ausgeschöpft sind bzw. wegen zu hohen Alters nicht mehr in Frage kommen, wenn aber Würdigungspreise noch in weiter Ferne liegen, spätestens dann beginnt sich die künstlerische Tätigkeit als Arbeit zu definieren. Da bedarf es dann Durchhaltevermögens, riesigen Selbstvertrauens, Jobs, für die man eigentlich nicht studiert hat, Partner, die zu einem stehen, und Galerien, die an den Erfolg glauben und Risiken eingehen. Viele orientieren sich zu diesem Zeitpunkt beruflich neu, andere hingegen lassen sich nicht beirren und arbeiten kontinuierlich weiter.

Hermann Capor präsentiert Künstlerinnen und Künstler, die an diesem Punkt angelangt sind: Sie stehen „Mitten im Leben“, haben Durchhaltevermögen bewiesen und wurden dafür schon vielfach mit Ausstellungen und Verkäufen belohnt; sie sind auf Messen im Ausland vertreten, bekommen aber oftmals im Inland nicht die Öffentlichkeit, die ihnen aufgrund ihres Könnens eigentlich zusteht. Die Ausstellung rückt diese Künstler in den Mittelpunkt. Sie bietet dabei einen Querschnitt der österreichischen Fotografie durch die Präsentation unterschiedlicher künstlerischer Einzelpositionen. Allen gemeinsam ist – trotz ihrer eigenständigen Positionen – dass die künstlerischen Arbeiten sich mehr oder weniger aus sich selbst heraus erklären und keiner langen theoretischen Erläuterung bedürfen. Dem Soziologen Arnold Gehlen zufolge sind Bilder, die kein Motiv bzw. Bildgegenstand haben, kommentarbedürftig. Weil nichts mehr abgebildet wird, sondern nur mehr die Form überbleibt, bedarf es zum Verständnis eines theoretischen Konstrukts. Gehlen spricht hier von der „Wortunfähigkeit“ der Kunst. Die hier gezeigten Arbeiten dagegen sprechen.

Diese Künstlerinnen und Künstler werden vertreten sein: Gerhard Aba, Irene Andessner, Walter Berger, Aimée Blaskovic, Sissi Farassat, Heidi Harsieber, Sissa Micheli, Michael Michlmayr, Waltraud Palme, Willy Puchner, Peter Rigaud.

Konzept und Kuratierung: Hermann Capor